Montag, 17. Juli 2017

Neues Fahrrad - neue Muskeln

Lange habe ich überlegt, ob ich mir nicht mal ein neues Fahrrad zulegen soll. Ich habe ja ein E-Bike das mich beim Treten unterstützt. Das E-Bike ist nun schon 9 Jahre alt und die Akkus machen nicht mehr so lange mit. Um in Zukunft aber auch weitere Strecken fahren zu können, brauchte ich wohl doch ein neues Fahrrad. Es ist wieder eins mit Motor geworden, ein Pedelec. Der Akku hat 17 Ah und soll auf "Power" 110km halten, wenn ich auf "Eco" fahre dann sogar 205 km. Ich finde damit kann man schon was anfangen.

Gesagt, gesucht und gefunden. Letzte Woche Mittwoch sind mein Mann und ich zusammen mal Fahrräder gucken gegangen. "Wir gucken nur, sagte noch mein Mann!" Ja, ja! Wir ließen uns Beraten und dann stand das Perfekte Pedelec für mich da. Großer Akku, ein Kalkhoff, genau meine Farbe. Ich fuhr ein baugleiches Fahrrad Probe, da das Wetter echt Mies war. Es regnete in einer Tour an dem Tag. Das Probe Rad, war toll.

Mein Mann und ich redeten noch mal 2 Minuten alleine und entschlossen uns dann, das Fahrrad zu nehmen.
  
Also hieß es wieder nach Hause, Geld holen und dann ab zurück zum Geschäft. Ich habe mir eine Dicke Jacke und Handschuhe mitgenommen, damit ich mit dem Pedelec auch direkt die erste Strecke nach Hause fahren kann.

Beim Aufsteigen schlug ich mir schon mal mein Rechtes beim am Schlüssel Blau. Guter Start! Dann fuhr ich und kam mit dem Linken Bein immer an den Schlüssel vom Akku. Boorrr das nervte mich. Ich hielt an und machte das Gedöns ab, so das nur noch 1 Schlüssel dran blieb. Ich fuhr weiter und mich nervte es immer mehr. Dann kam ich auf die Idee, den Schlüssel mal abzuziehen und siehe da, das Fahrrad fuhr weiter und ich war meine Sorgen los. Bei meinem alten E-Bike blieb der Schlüssel immer im Akku sitzen. Bei diesem ist es eben anders.

Ich fuhr recht schnell mit dem Rad, bis zu 27 km/h bekam ich drauf. Merkte aber schnell das meine Beine nicht mitmachten. Ich war doch etwas geschafft, als ich daheim ankam. Mir war wohl nicht bewusst, das mein beim Pedelec immer noch viel selbst mittretten muss. Bei meinem alten E-Bike trat ich zwar mit, aber der Motor fuhr quasi von alleine. Ist eben jetzt eine Umstellung.


Was ja auch nicht schlecht ist, so mache ich jetzt wenigstens auch mal Sport. *haha* Ich bin also seit dem Kauf meines neuen Pedelec, jeden Tag mit dem Rad gefahren um mich daran zu gewöhnen. Die dabei größte Herrausforderung war am Sonntag der Weg von Nordkirchen zum Allerwetter Zoo nach Münster zu fahren. Bei den ersten zwei Kilometern dachte ich noch, das schaffe ich niemals in Münster anzukommen. Aber dann ging es doch ... Wir fuhren gut zwei Stunden für 30 km.

Auf den Weg nach Münster zum Zoo
Links mein neues, rechts mein Altes - das fuhr mein Mann.

Wir fuhren ein Stück Parallel zur Autobahn A1

Ankunft am Allwetterzoo Münster

Im Zoo liefen wir dann noch mal 5 Stunden rum und schauten uns die Tiere an.












Bis es dann Nachmittags wieder zurück nach Hause ging. Die ersten Meter waren sehr schwer für mich, meine Beine konnten nicht mehr. Aber nach ein bisschen Einfahren ging es dann wieder erwarten richtig gut. So das wir auf dem Rückweg sogar extra noch 3 km drangehangen haben. Insgesamt sind wir 63 km gefahren.






Für diese tolle Leistung gönnten wir uns am Abend ein leckeres Essen und anschließend eine heiße Badewanne.

Am Montag morgen, schmerzten meine Beine, besonders beim Treppenlaufen. Was tut man am besten dagegen? Richtig! Direkt wieder aufs Fahrrad und die nächste Runde fahren. Dies tat ich auch, in dem ich dann heute Morgen nach Lüdinghausen fuhr um da mit dem Rad einkaufen zu fahren.
 
Wieder zurück, war ich so Müde, das ich meinem Körper eine Auszeit gönnte und mich nen Stündchen auf die Couch legte.
  
Da ich meinen Akku auch noch leer fahren muss, vor dem nächsten Aufladen, sind mein Mann und ich heute Abend nach dem Abendessen noch mal eine Runde gefahren. Das waren noch mal 16 km, voll Power. Nun steht der Akku auf 0 und kann endlich an die Steckdose. Damit wir auch morgen Abend wieder eine Runde drehen können. Das wird nun unser All abendlicher Sport werden! Und ich bin Stolz auf mich, das ich so einen Ehrgeiz entwickelt habe, immer längere Strecken zu fahren. Irgendwie ist es auch toll, seinen Körper mal zu Spüren, mit Positiven Schmerzen. Denn Muskelaufbau sind ja Posivite Schmerzen. Und damit ich es nicht nur unten rum weh tut, bin ich auch seit einiger Zeit wieder fleißig am Hanteltraining machen. Damit die Arme und der Oberkörper auch in Form bleiben und vor allem ich fit bleibe.

Jedes mal, wenn ich durch die Natur mit meinem Rad unterwegs bin, danke ich meiner Spenderin! Sie ist immer dabei und ich zeige ihr die Welt. Denn ohne Sie könnte ich das niemals machen. Oder anders gesagt, wäre ich heute eh nicht mehr auf dieser Welt. Ich genieße diese Geschenkte Zeit und will sie mit viel Power und Energie Nutzen!
   
Und ihr? Was treibt ihr so für Sport?

Ach eins noch, falls ihr euch wundert das ich nicht mit einem Fahrradhelm fahre. Hier die Antwort, ich trage ein Hövding - Airbag für Radfahrer! Das ist das Teil was ich um den Hals habe. Das schütz mich 8 x mehr als ein Fahrradhelm und im falle eines Falles, ist mein Kopf (Gehirn) somit deutlich besser geschütz. Schaut euch einfach mal auf dieser Seite um www.hovding.de  .

Hier sieht man meinen Airbag um Hals.
Das Teil ist zwar Teurer als ein Helm aber ganz ehrlich, meine Sichheit ist es mir Wert. Und es ist wirklich angenehm zu tragen und liegt locker um Hals.

Was ist Hövding?
Hövding ist ein Airbag für Radfahrer. Im aktivierten Zustand überprüft er 200 x in der Sekunde Deine Bewegungsabläufe. Merkt Hövding, dass ein Unfallzenario eintritt, so entfaltet sich der Airbag um Deinen Kopf und schützt Dich optimal.

Sonntag, 9. Juli 2017

Das Wochenende mit Fahrradfahren verbracht...


Wir sind so richtig auf den Geschmack gekommen. Jetzt wo wir unsere Fahrräder mit dem Auto mitnehmen können, sind wir so motiviert neue Strecken zu fahren.

Wir haben klein angefangen mit 10 Kilometer um den Halterner Stausee rum. Fuhren dann in Münster eine Strecke von 39 km. Am Möhnesee waren es dann 36 km, die aber mit einigen heftigen Steigungen verbunden waren.


Am Samstag (8.7.17) sind wir dann zum Dümmer See gefahren und haben da die Radtour Route Moorlandschaft genommen, die sich über 40 Kilometer erstreckte. Wir sind allerdings einen kleinen Bogen gefahren, so das wir auf die 43 Kilometer kamen. Durch den Bogen fuhren wir noch mal richtig schön direkt am Dümmer See entlang.

Hier sind wir gestartet

Nach 20 Kilomter haben wir eine Pause gemacht

und zwar hier im Scheunen-Café in Brockum


Nun stehen wir mitten im Moorland... Naturschutzgebiet





Hier fahren wir um den Dümmer See rum

Mein Belo von oben


Dümmer See


Tolle Aussicht von hier oben
 
Wir hatten sehr viel Gegenwind, dafür war die Strecke bis auf 3 Brücken aber flach. Wir sind durch wunderschöne Natur gefahren. Durch Naturschutzgebiete und eben direkt am Dümmer See entlang. Das Wetter hatte alles parat, von Sonne, Bewölkt bis leichter Regen. Zudem wurde ich auch noch von einem Vogel angeschissen und wir beiden wurden Kilometer weit von einem Schwarm Bremsen verfolgt. Nicht lustig.

Gefahrene Kilomter

Gefahrene Zeit

Dies war unsere Strecke die Dunkelblaue Linie. Nur zum Schluss sind wir links neben dem See hergefahren (also der etwas helleren Blaue Linie gefolgt).
 Es war eine schöne Radtour am Dümmer See. Wir kommen bestimmt wieder.

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Heute (Sonntag) sind wir gar nicht so weit weggefahren. Nur eben um die Ecke nach Bergkamen Rünthe. Dort haben wir direkt am Kanal auf dem Parkplatz unser Auto abgestellt und sind von da aus in Richtung Hamm gefahren. Die Strecke ging zuerst 15 km am Kanal lang, dann ging es ein bisschen an der Lippe lang. 

Hier sieht man die Brücke der Autobahn A1




Da wir nicht immer die Richtigen Wege fuhren, mussten wir auch schon mal unsere Fahrräder solche Steigungen hochschieben.
 
Leider mussten wir ein paar Umleitungen fahren, da ein Teil der Strecke gespeert war. Die Umleitung war aber sehr gut ausgeschildert. Nach 19,5 km machten wir eine Pause am Bootshaus. Ich wusste allerdings nicht, dass das Restaurant im Bootshaus ein Chinese war. Wir gönnten uns beiden eine Suppe und eine Frühlingsrolle. Für die weitere Fahrt habe ich mir Krabbenchips einpacken lassen. Die konnte ich dann unterwegs genüsslich Futtern.

Hier haben wir Pause gemacht

mit direktem Platz am Kanal

Unterwegs sind wir Kühen im Wasser begegnet...


Wir fuhren weiter in Richtung Uentrop. Dabei durchfuhren wir die Lippeauen, fuhren am Schloss Oberwerries vorbei und kurz danach überquerten wir die Lippe mittels Lippfähre LUPIA. Das war ein tolles Erlebnis. Wir kamen an einem Badesee mit Wasserski vorbei und fuhren dann ins Gewerbegebiet von Uentrop. In dem Gewerbegebiet liegt der zur Zeit Größe Hindutempel Kontinentaleuropas. Ein sehr farbenfrohes Gebäude. Kurz danach überquerten wir die A2. Das war nun der Punkt, an dem wir die Rückfahrt antraten. Dieser führte zuerst einmal direkt am Hamm-Datteln-Kanal entlang. Diese Route nennt man ab da die Römer-Lippe-Route die vom Hermannsdenkmal bis nach Xanten verläuft.

Hier sieht man die Einfahrt zum Schloss Oberwerries

 
Hier mussten wir die Lippe überqueren

Mit der Lippefähre LUPIA




Hindutempel


Geschafft! Unsere Wendepunkt. Ab jetzt geht es wieder zurück. Im Hintergrund ist die Autobahnbrücke der A2

Autobahnbrücke A2 bei Hamm

Im Hintergrund das Kraftwerk Schmehausen

Bis hierher waren es bereits 33 Kilometer.

Dem Verlauf des Kanals folgten wir bis zum Hammer Zentrum. Dabei kamen wir am Kurpark von Bad Hamm vorbei. Die weiter Strecke führte uns am Hammer Stadthafens entlang, bei der wir den Kanalverlauf kurz verlassen mussten. Wenige Kilometer fuhren wir somit durch das Gewerbegebiet Stadthafen und konnten dann wieder auf unsere Kanal Route fahren. Nun waren es noch etwa 10 Kilometer bis zu unserem Auto.

auf dem Rückweg am Kanal


Hier stehen wir unter der Autobahnbrücke A1


Angekommen!!

Die gefahrenen Kilometer heute

Die gefahrene Zeit, heute.
 Der Popo brannte und die Sonne von oben brachte uns auch zum Brennen. Wir waren nach 3 Stunden und 40 Minuten froh wieder am Auto angekommen zu sein. Insgesamt sind wir heute 59 Kilometer gefahren. Das war die bisher längste Strecke für uns. Wir üben weiter und steigern uns langsam.. Irgendwann schaffen wir auch die 100 Kilometer.
  
Wir luden die Fahrräder wieder auf und fuhren erschöpft vom Popo her, mit einem zufriedenen Grinsen wieder nach Hause.
  
Insgesamt sind wir also an diesem Wochenende 102 Kilometer Fahrrad gefahren. Jetzt habe ich mir eine heiße Badewanne zur Entspannung verdient ...

Ich bin auch ein bisschen Stolz auf mich, denn eins ist ganz klar, ohne meine neue Lunge könnte ich diese Strecken gar nicht fahren. Dies bedeute für mich grenzenlose Freiheit und ein dankbares Leben mit ganz viel Luft!!! Während solcher Fahrten bin ich ganz oft im Gedanken bei meinem Anonymen Spender. Er ist immer mit dabei und entdeckt mit mir die Welt weiter... DANKE!!